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Entfernung von Darmpolypen (Polypektomie)

Darmpolypen sind die häufigste Vorstufe von Darmkrebs. Die Zellen dieser vorerst gutartigen Schleimhautwucherungen haben im Laufe der Zeit eine hohe Neigung zur bösartigen Entartung. Mit den Untersuchungen im Rahmen der Darmkrebsvorsorge können Polypen rechtzeitig diagnostiziert werden.

Wenn einmal entdeckt, sollten Darmpolypen unbedingt entfernt werden, bevor sich daraus möglicherweise ein Darmkrebs entwickeln kann. Meistens ist die Polypentfernung (Polypektomie) während der Darmspiegelung möglich.



Was ist ein Darmpolyp?

Darmpolypen sind gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut. Sie bilden sich an der Darmwand und ragen ins Darminnere hinein. Darmpolypen können ganz verschiedene Formen annehmen, sehen pilz- oder polsterartig aus und sitzen entweder mit einem Stil oder breitbasig auf der Darmwand auf. Außerdem variieren Darmpolypen in Größe und Zahl – sie können sowohl einzeln als auch in Gruppen im gesamten Dickdarm auftreten.

Ungefähr zehn Prozent der Bevölkerung haben Polypen im Darm. Dabei können auch genetische Faktoren eine Rolle spielen. Es gibt erbliche Veranlagungen für Darmpolypen, die Betroffenen haben dann auch ein erhöhtes familiäres Darmkrebsrisiko. Auch mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass sich Darmpolypen entwickeln.



Wie kann man Polypen erkennen?

Darmpolypen erkennen – das ist eines der wichtigen Ziele der Darmkrebsvorsorge. Insbesondere kleinere Polypen verursachen keinerlei Beschwerden. Je größer der Polyp wird, desto eher treten unregelmäßig Symptome auf wie z.B. kleine Blutspuren im Stuhl, Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung oder Schleimabsonderungen. Mit folgenden Untersuchungen können Darmpolypen diagnostiziert werden:



Austastung des Mastdarms
mit dem Finger: Diese Methode eignet sich gut zum Entdecken von Polypen, die im unteren Mastdarm gewachsen sind.

Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Okkultbluttest):
Hierbei werden Stuhlproben auf verstecktes, nicht sichtbares Blut untersucht

Darmspiegelung (Koloskopie) evtl. mit Polypektomie:
Mithilfe eines flexiblen Endoskops wird der gesamte Dickdarm und Mastdarm untersucht. Dabei werden Darmpolypen mit großer Sicherheit aufgespürt und in vielen Fällen noch im selben Untersuchungsgang entfernt.



Welche Risiken gibt es bei der Polypektomie?

In der Hand eines erfahrenen Arztes ist die Polypektomie während einer Darmspiegelung eine risikoarme Behandlungsmethode. Jedoch können Komplikationen auftreten, insbesondere durch Blutungen an der Stelle, an der der Polyp entfernt wurde. Eine Verletzung der Darmwand ist dabei möglich.



Operation zur Entfernung von Polypen

Bei manchen Polypen ist die endoskopische Schlingenentfernung nicht möglich oder sie gelingt nur unvollständig. Vor allem breitbasige Polypen, die größer als zwei bis drei Zentimeter sind, lassen sich mit der Schlinge oft nicht komplett aus dem Darm entfernen. Sollten Anzahl, Größe oder die Art der Darmpolypen eine vollständige endoskopische Entfernung unmöglich machen, muss chirurgisch behandelt werden. Wie man Polypen chirurgisch entfernt, hängt vom Ort ab, an dem sich der  Polyp im Darm befindet.



Nachsorge bei Darmpolypen

Ein Patient, bei dem bereits ein Darmpolyp festgestellt wurde, hat eine höhere Neigung, erneut Polypen zu bilden. Deshalb sind nach der Behandlung regelmäßige Kontrollen empfohlen.



Nach der Entfernung eines Polypen wird dieser feingeweblich untersucht. Das Ergebnis dieser Aufarbeitung entscheidet über die weiteren Kontrollintervalle.


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Endoskopie am Glockengießerwall
Glockengießerwall 1    20095 Hamburg

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